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Google Ads optimieren

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Google Ads optimieren

Google Ads sind ein effektives Marketingwerkzeug für große, kleine und mittelständische Unternehmen, um:

  • ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.
  • neue Kunden zu gewinnen. 
  • ihre Umsätze nachhaltig zu erhöhen.
  • mehr Sicherheit zu generieren.

1. Ab wann kann man mit dem Optimieren von Google Ads beginnen?

Erst wenn folgende Aspekte erfüllt sind, ergibt das Optimieren von Google Ads überhaupt Sinn:

  • Die betreffende Google Ads Kampagne sollte mindestens zwölf Wochen aktiv gewesen sein. 
  • Du hast eindeutige KPI für deine Kampagne bestimmt.
  • Das Google Ads Conversion-Tracking wurde auf deiner Webseite implementiert. 
  • Du hast pro Anzeigengruppe mehrere Anzeigen geschaltet. 

2. Was willst du mit dem Schalten von Google Ads erreichen?

Bevor Du die ersten Optimierungsmaßnahmen an deiner geschalteten Google Werbung durchführst, solltest du dir überlegen, welche Marketingziele du erreichen willst. Sollen mehr User deine Webseite besuchen? Willst du deine Verkaufszahlen steigern? Oder geht es dir darum, mehr Kontaktanfragen zu bekommen? 

  • Je genauer du deine Marketingziele festlegst, desto gezielter kannst du die Optimierungsmaßnahmen deiner Kampagnen auf deine Zielgruppe ausrichten. 

Tipp: 

  • Verschaffe dir einen kompletten Überblick über den Zustand deiner Google Ads Kampagnen. Am besten wählst du für die Auswertung deiner Daten einen größeren Zeitraum aus, um eine repräsentative Datenbasis für die späteren Optimierungsmaßnahmen zu erhalten. 
  • Sortierst du die Daten nach Klicks und/oder Kosten kannst du sehr schnell sehen, welche deiner Kampagnen am erfolgreichsten sind und wo du besser nachbessern solltest. 
  • Überprüfe in regelmäßigen Abständen, ob deine Personas noch der tatsächlichen Marktsituation entsprechen.

3. Welche Aspekte von Google Ads lassen sich optimieren? 

  • Anzeigenposition
  • CTR (Klickrate)/Klickzahlen
  • CVR (Conversionrate)/Conversion
  • Impressionen
  • Qualitätsfaktor
  • CPC (Klickpreis) / Kosten
  • Conversion-Wert (Kosten pro Conversion)
  • Eine gute und überlegte Strategie kann dir dabei helfen, die Reichweite deiner Kampagne kosteneffizient zu verbessern. 

4. Die Anzeigen

  • Achte darauf, dass der Call-to-Action in der Anzeige nicht zu aggressiv ist, denn das würde von Google abgestraft werden.
  • Deine Anzeigen sollten einen gewissen Informationswert aufweisen und trotzdem deine Zielgruppe neugierig machen. 
  • Vermeide Ausrufezeichen in der Überschrift, denn das wirkt marktschreierisch. 
  • Verwende nur sehr wenige Satzzeichen, um den Informationsgehalt der Anzeige nicht negativ zu beeinflussen. 
  • Erfolgreiche Ads leben nicht nur von Keywords, Textbausteinen und/oder Call-to-Action, sondern vom richtigen Zeitpunkt, wann sie geschaltet werden. Es bringt wenig, im Sommer Anzeigen für Winterschuhe zu schalten. Eben darum ist es auch so wichtig, dass du das Surfverhalten deiner Zielgruppe kennst.
  • Vermeide Versalien, außer es ist dein eingetragener Markenname. 
  • Nutze nie mehr als fünf Keywords in einer Anzeigengruppe.
  • Vermeide Tippfehler oder Rechtschreibfehler innerhalb der Anzeigentexte.
  • Verwende die Keywords 1x in der Überschrift und 1x im Beschreibungstext.
  • Nutze Anzeigenerweiterungen, um die Klickraten deiner Ads zu verbessern, wie z. B. 
AnruferweiterungenWird in den Google Ads eine Telefonnummer angegeben, sorgt das für mehr Vertrauen.
Sitelink-ErweiterungenSitelink-Erweiterungen sind eine gute Wahl, wenn es um die Verwendung von allgemeinen Keywords geht. Von Vorteil durch die Verwendung der Sitelink-Erweiterungen wird die Anzeige physisch größer. 
BewertungserweiterungenWerden die Bewertungen anderer User angezeigt, sorgt das für mehr Vertrauen.
ZusatzinformationenIn dieser Art Anzeigenerweiterung kannst du Informationen unterbringen, die keiner großen Erklärung bedürfen, wie z. B. ein 24 h-Kundenservice usw.

5. Der richtige Kampagnentyp

SuchnetzwerkDie Suchnetzwerkanzeigen werden auf Google-Partnerseiten und in der organischen Google-Suche ausgegeben. Sobald die Zielgruppe eines in der Anzeigengruppe angegebene Keyword verwendet, wird die damit verknüpfte Anzeige ausgegeben. 
DisplaynetzwerkDisplaynetzwerkanzeigen fallen in die Kategorie „Bannerwerbung“. Diese Anzeigen werden im Displaynetzwerk von Google ausgegeben. 
Wissenswert: Zum Google-Displaynetzwerk gehören mehr als zwei Millionen Partnerwebseiten. Alle Teilnehmer des Google-Displaynetzwerks stellen freien Werbeplatz auf ihrer Webseite gegen Bezahlung zur Verfügung. 
ShoppingMithilfe von Shopping-Anzeigen können Onlineshops und stationäre Händler ihre Verkaufszahlen nachhaltig steigern. 
VideoKurze Werbevideos werden im Google-Netz und auf YouTube ausgegeben. 
AppsDie Werbung wird innerhalb von diversen Apps ausgegeben.

Tipp: Die beiden Optionen „Displaynetzwerk“ und „Suchnetzwerk“ sollten niemals gleichzeitig ausgewählt werden. Warum? Suchnetzwerk- und Displaynetzwerkanzeigen funktionieren anhand verschiedener Anzeigen. So sind Suchnetzwerkanzeigen nur dann sinnvoll, wenn deine Zielgruppe deine Marke, dein Produkt und/oder die Art der Dienstleistung bereits kennt. Google Displaynetzwerkanzeigen werden im Google-Displaynetzwerk ausgegeben. Das heißt, diese Anzeigen bekommen die User eher nebenbei zu sehen, wenn sie z. B. YouTube-Videos ansehen, ihre Mails abrufen und/oder im Web surfen. 

  • Displaynetzwerkanzeigen haben den Vorteil einer breiten Streuung, wodurch sich die Bekanntheit der Marke massiv steigern lässt. Natürlich bieten Displaynetzwerkkampagnen auch ein äußerst gutes und genaues Targeting. 
  • Es sollten Displaynetzwerkkampagnen und Suchnetzwerkkampagnen immer getrennt geschaltet werden, schon allein, um Streuverluste zu vermeiden.

6. Google Ads Kampagnen optimieren: Gebotsanpassungen an Gerätetyp

Mit dem Wählen des Kampagnentyps solltest du dir auch die Geräteeinstellungen deiner Kampagnen näher ansehen. Warum? Deine Ads werden auf verschiedenen Geräten ausgegeben, wie z. B. Tablets, Smartphones, Computer usw. Die Performance deiner Anzeigen können geräteabhängig stark variieren. Das liegt daran, weil abhängig von den Geräten das Klickvolumen, der Klickpreis, die Klickrate und die Position der Anzeige stark variieren können. Darum solltest du die Leistung deiner Kampagne immer separat für jeden Gerätetyp überprüfen bzw. auswerten und anpassen. 

  • Ignorierst du die geräteabhängigen Leistungsunterschiede, kann das zu einer Verfälschung der kompletten Kampagnenperformance führen. 
  • Sobald du Einstellungen und Geräte öffnest, hast du die Möglichkeit, deine Gebote an die verschiedenen Geräte anzupassen. 

Wissenswert: Die Performance deiner Ads hängt natürlich auch von der Mobilfreundlichkeit deines Webauftritts ab. Je besser deine Seite für mobile Geräte nutzbar ist, desto besser die Usability und desto höher die Conversion-Rate. 

Tipp: 

  • Ein mobiler Check-out bei Onlineshops sollte Standard sein.
  • Die schnelle Ladezeit einer Webseite ist Pflicht, denn dadurch kann die Conversion-Rate bis um 27 % verbessert werden. 

7. Wann werden deine Anzeigen ausgegeben?

Deine Anzeigen werden garantiert nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit dieselbe Performance zeigen. Die Impressionen können sich abhängig von der Uhrzeit deutlich unterscheiden. Eben können Gebotsanpassungen an die Tageszeit ein sinnvolles Vorgehen sein, um die Leistung deiner Google Ads Kampagne zu optimieren. 

  • Die meisten Advertiser haben sich bis jetzt wahrscheinlich kaum mit dem Werbezeitplaner auseinandergesetzt. Das sollten sie aber jetzt nachholen, denn mithilfe des Werbezeitplaners kannst du deine Gebote während stark frequentierter Besuchszeiten anpassen. 

8. Gebotsanpassungen anhand regionaler Gegebenheiten

Nicht nur die verschiedenen Tages- und Nachtzeiten können Einfluss auf die Performance einer Kampagne haben, sondern auch die Region und/oder die Länder. Um Streuverluste und unnötige Kosten zu vermeiden, solltest du deine Kampagne genau auf die Regionen deiner Zielgruppe ausrichten und bei Bedarf Gebotsanpassungen vornehmen. 

  • Passe deine Gebote entsprechend der Performance der unterschiedlichen Regionen an. 

Tipp: Nimm als Hauptland, also in diesem Fall Deutschland, auf, um sicherzustellen, dass auch die User deine Ads sehen können, die keinem Bundesland zugeordnet werden können. 

Achtung: Gebotsanpassungen anhand der Regionen deiner Zielgruppe solltest du nur dann durchführen, wenn dir eine valide Datenbasis zur Verfügung steht. 

9. Optimiere die Keywords und die eingehenden Suchanfragen

Aufwendig und unverzichtbar ist die Optimierung der eingehenden Suchanfragen. Hierbei kann dir der Suchanfragenbericht helfen. Er zeigt dir, welche Begriffe von den Usern genutzt wurden, die dafür gesorgt haben, dass deine Ads ausgegeben wurden. 

Wie kann der Suchanfragenbericht geöffnet werden?

Du kannst den Suchanfragenbericht unter Anzeigengruppen oder Kampagnen öffnen, indem du im Menü Keywords anklickst und dann dir die Keywords unter dem Tab Suchbegriffe ansiehst. In ihm sind alle statischen Infos zu den eingegangenen Begriffen zu sehen. An ihm kannst du sehen, ob die entsprechenden Keywords in deinem Konto ausgeschlossen und/oder hinzugefügt wurden. 

In die Liste sind verschiedene Keyword-Kombinationen plus Synonyme und Falschschreibweisen zu finden, über die deine Anzeigen mit dem Suchbegriffübereinstimmungstyp ausgespielt und angeklickt wurden. 

  • Die Auswertung des Suchanfrageberichts ist aus mehreren Gründen sinnvoll. So kannst du deine Keyword-Listen erweitern und Negativ-Keywords viel einfacher identifizieren. Vor allem wenn du Broad-Match Keyword nutzt, kann oft Traffic entstehen, der dir nicht wirklich was bringst. Diesen kannst du vermeiden, in dem du die Suchanfragen regelmäßig überprüfst.

10. Optimiere die Klickpreisgebote – Bidmanagement-Tools können helfen

Verwaltest du ein größeres Google Ads Konto, ist es eine manuelle Optimierung der Klickpreisangebote so gut wie unmöglich. Hier können Bidmanagement-Tools helfen. Alternativ kannst du auch die automatisierten Gebotsstrategien (Stichwort: Smartbidding) nutzen, um die Einhaltung der Leistungsziele, die Kontoperformance und die Kampagnenausrichtung zu verbessern. 

  • Es können verschiedene Gebotsstrategien genutzt und auch wieder geändert werden. 
  • Mithilfe der zugehörigen Statistiken kannst du überprüfen, wie gut oder schlecht die gewählte Gebotsstrategie läuft. 
  • Es gibt verschiedene Arten von Gebotsstrategien, wie z. B. Ausrichtung auf Suchseitenposition, Auto-optimierter CPC, Klicks maximieren, Ziel-CPA, kompetitive Auktionsposition, Ziel-ROAS. 

Tipp: 

  • Geht es darum, die Markenreichweite auszubauen, dann sind Gebotsstrategien, wie z. B. Suchseitenposition, Klickmaximierung oder kompetitive Auktionsposition eine gute Wahl. 
  • Achte auf eine klare Strukturierung deiner Kampagnen und Anzeigengruppen. 
  • Damit du wirksame Optimierungsmaßnahmen durchführen kannst, ist eine valide Datenbasis unerlässlich. Warte darum eine gewisse Laufzeit, bis die notwendigen Conversion Daten vorhanden sind. 
  • Die Gebotsstrategie gibt es nicht. Verwende immer die Gebotsstrategie, die zum Erreichen deiner Ziele passt. 
  • Bei gleichbleibenden Werten im Warenkorb ist Ziel-Roas eine gute Wahl. 
  • Überprüfe die Leistung deiner Kampagne regelmäßig und vergleiche die Leistung mit Vorher- und Nachher-Analysen. 

11. Richte weitere Messspalten ein

In deinem Google Ads Konto kannst du detaillierte Performance-Analysen durchführen. Hierfür musst du die voreingestellten Berichte um weitere Messwerte erweitern, wie z. B. 

AttributionIm Google Ads Konto ist das hinterlegte Standard-Attributionsmodell „Last-Click“. Das bedeutet, dass die Conversion dem letzten Kanal zugeordnet, über den der User auf die Webseite gelangt. Dieses Modell ist aber nicht mehr wirklich aussagekräftig, da die Zuordnung viel zu ungenau ist.
WettbewerbswerteDie Wettbewerbswerte sind wichtig, da du so einen Überblick bekommst, wie deine Google Ads Kampagne im Vergleich zu deinen Mitbewerbern dasteht. 
AnalyticsÜber Google Analytics bekommst du weitere Indikatoren, die dir bei der Performanceanalyse deiner Google Ads Kampagne helfen.  Wissenswert: Für dich interessante Werte sind vor allem Sitzungsdauer, Absprungrate und die durchschnittlichen Seiten pro Sitzung.

Weitere Metriken, die für dich von Interesse sind: 

  • Anrufdetails
  • Qualitätsfaktor
  • Geräteübergreifende Conversions usw.

12. Verbessern des Qualitätsfaktors

Um nachhaltig erfolgreich z sein, ist eine hohe Relevanz der Anzeigen plus ein hoher Qualitätsfaktor von maßgeblicher Relevanz. 

Was ist der Qualitätsfaktor?

Über den Qualitätsfaktor bewertet die Suchmaschine, wie relevant deine Keywords, die Zielseite und deine Anzeigen sind. Der Qualitätsfaktor ist ein maßgeblicher Faktor, der die Ausgabeposition deiner Anzeige maßgeblich beeinflussen kann. 

Wissenswert: 

Der Qualitätsfaktor wird anhand 3er Komponenten errechnet, der Anzeigenrelevanz, der erwarteten Klickrate und der Nutzererfahrung mit der Zielseite. 

Je besser der Qualitätsfaktor, desto niedriger die Kosten.

Was kann man tun, um den Qualitätsfaktor zu verbessern?

  • Die Kampagnenstruktur verbessern.
  • Die Struktur der Anzeigengruppen optimieren
  • Die Inhalte der Zielseite verbessern.

Testen ist das A und O

A/B Tests sind wichtig, um die Effizienz deiner Kampagne zu verbessern. Hierfür bietet Google Ads eine Reihe interessanter Funktionen. 

Fazit: Das Optimieren von Google Ads kann man als fortlaufender Prozess bezeichnen werden, der niemals endet. Es müssen immer wieder Daten erfasst, ausgewertet und die Strategie der Kampagne an die aktuelle Marktsituation angepasst werden. An sich bietet Google Ads eine Vielzahl an Tools und Werkzeuge, die dir beim Optimieren deiner Google-Kampagnen helfen. 

Lassen Sie sich gerne von uns zum Thema Google Ads Optimierung kostenfrei beraten.