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Shopware 6.4 Release

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Shopware 6.4 Release

Mit Shopware 6 wurde Ende März der neueste Release Kandidat auf den Markt geworfen. Wie angekündigt folgte wenig später auch das Finale Release mit Shopware 6.4, dass mit vielen Stärken einhergeht, die wir Ihnen in den folgenden Beitrag ausführlich darstellen wollen. Mit der Neuerung kommen einige Umstellungen auf Sie zu, die aber mit einem hohen Benutzerkomfort und einer leichteren Verwaltung einhergehen. Sie sollten also schnellstmöglich auf die neueste Version umstellen und einen Blick auf diesen Beitrag werfen. 

Was kann Shopware 6.4?

Entscheidende Verbesserungen haben sich vor allen Dingen in der Nutzerfreundlichkeit beziehungsweise der Usability ergeben. Darüber hinaus hat Shopware weitere Aktualisierungen im CMS vorgenommen. Spezifische Informationen für Entwickler sollen nicht Gegenstand dieses Beitrags werden. Hierbei sollten Sie auf externen Seiten weiterlesen, denn die wenigsten wollen direkt in die Entwicklerebenen einsteigen.

Die Usability

Lange herbeigesehnt wurde die Merkliste. Im Warenkorb, auf der Produktseite oder direkt im Listing haben die Besucher im Shopware Onlineshop nun die Möglichkeit, die Produkte auf einer Wunschliste oder Merkliste zu platzieren und sich schon einmal für den späteren Kauf vor zu merken. Der Kunde muss dafür nicht einmal eingeloggt sein. Auf diese Weise kann jeder Kunde seine persönlichen Merklisten anlegen, was die Wahrscheinlichkeit erhöhen soll, bis später daraus ein erfolgreicher Kauf wird. Arbeiten Sie in Ihrem Onlineshop unbedingt an einer höheren Übersicht und einem individuellen Benutzer Komfort, der mit der Anmeldung und dem persönlichen Kundenkonto einhergeht.

Preisrundung nach Währung

Die Rundungen unterscheiden sich bei Shopware im Hinblick auf die Währungen. So runden Sie zum Beispiel die Schweizer Rappen auf jeweils fünf Rappen. Darüber hinaus ist es äußerst unüblich, Rechnungen zum Beispiel in Höhe von 10,44 Rappen zu erstellen. Die letzte Stelle wird anstelle dessen auf fünf Rappen oder auf null gerundet. In dem oberen Beispiel ergeben dies 10,45 Rappen. Es gibt für die Shops unterschiedliche Möglichkeiten zu runden. Sie selbst können je nach Währung die Rundungen nun selbst einstellen und die Dezimalstellen, die Sie anzeigen selbst festlegen. Nehmen Sie Ihre Einstellungen für die Position im Warenkorb einzeln vor. Sie können die Rundungen auch nur für die Endsumme vornehmen.

Ranking und der Suchindex

Die Kunden sollten im Onlineshop eben genau diese Produkte finden, die Sie gerne kaufen würden. Sie kennen als Händler Ihre Zielgruppe am besten und wissen genau, für was ich die Kunden interessieren und wonach Sie eigentlich auf der Suche sind. Dieses Verhalten und die Intention der Nutzer lässt sich in der neuesten Version von Shopware in der Suchfunktion direkt auf die individuellen Bedürfnisse einstellen. Das bringt sehr viele Vorteile mit sich und verbessert die Benutzerfreundlichkeit in den Onlineshops. Zum Beispiel können Sie einzelne Suchbegriffe mit einer ODER oder einer UND Verknüpfung verbinden und einstellen. Sie selbst als Betreiber des Onlineshops bestimmen, wie viele Treffer für die Suche der Kunden wirklich ergeben. Welche Felder sind überhaupt relevant für die Suche von Kunden und wir nehmen diese Einfluss auf das Suchverhalten? Innerhalb der Dokumentation ergeben sich hier merkliche Verbesserungen.

Varianten Produkte und die Von-Preise

Es handelt sich bei Produkten zum Teil um unterschiedliche Varianten, für die Sie wiederum individuelle Preise festlegen, die sich untereinander unterscheiden. Aus Perspektive des Händlers ist das absolut sinnvoll. So könnten Sie in der Übersicht der Produkte immer die zum günstigsten Preis ganz oben anzeigen. Das steigert in einigen Fällen das Interesse der Kunden. In der Storefront bei dem Shopware Onlineshop wurde zunächst immer die Preisspanne angezeigt. Hier hat der Nutzer die Chance, vom günstigsten zum teuersten Produkt zu ordnen. Mit der neuesten Version und Anpassung, können sich die Käufer nur noch die niedrigsten Preise zum Beispiel ab 5,99 € anzeigen lassen. In dem nächsten Listing des Onlineshops erscheinen dann nur noch die Varianten, die diese Voraussetzungen erfüllen. Steht der Preis in Verbindung mit dem Label: Andere Varianten von XY Euro, gibt Shopware nur noch die günstigsten oder attraktivsten Preise an die Kunden heraus.

Wie Sie noch schneller die Zahlungsart auswählen

Bei dem aktuellen Shopware Modell wurde der Checkout Prozess um ein Vielfaches vereinfacht. Das soll die Conversion noch einmal positiv beeinflussen. Grundsätzlich arbeitet Shopware immer an der Optimierung der einzelnen Prozesse, um die Hindernisse beim Kauf im Internet zu beseitigen und die Benutzerfreundlichkeit und die Einstellung so einfach wie möglich zu machen. Das gilt auch für die Auswahl der Zahlungsarten, die für die Kunden alle einsehbar sind. In der alten Version musste jeder Kunde erst einmal auf eine besondere Schaltfläche klicken, um sich die Zahlungsarten anzeigen zu lassen. Das ist in der neuesten Version nicht mehr der Fall, Sie sehen immer alle Zahlungsarten in der Übersicht.

Wie hat sich das Menü verändert?

Shopware hat auch das Menü verbessert und insgesamt übersichtlicher und intuitiver gestaltet. Das vier Farbschema wurde hinsichtlich der Darstellung der active und Hover-States optimiert. Ein Fehler konnte korrigiert werden, so dass bei Shopware 6.4 das Menü nicht mehr so schnell einklappen kann. So können die Kunden in Ruhe mit der Maus auch die unterschiedliche Menüebene bedienen, ohne dass etwas verrutscht. Darüber hinaus wurde eine dritte Menüebene ergänzt. Gleichzeitig können die Kunden nun beliebige Untermenüs öffnen.

Neuerungen in den Produktdetails

Es gibt verschiedene Anforderungen, die sich an die Angebote und Produkte im E-Commerce stellen. Die Händler selbst haben die Möglichkeit, die Details der Produkte zu bestimmen und diese ausgehend in der Administration zu konfigurieren. So können Sie die Produkte direkt in der Produktmaske anpassen und profitieren hier von einem deutlich vereinfachten Modus. Shopware hat die Produktdetailseite noch einmal neu strukturiert und dann einiges für die Übersicht gemacht.

Die aktuelle Version ermöglicht es in der Administration, die Grids ab zu speichern und individuell einzustellen. Sie legen demnach Ihre persönlichen Einstellungen nicht mehr lokal ab, sondern nehmen diese mit zu jedem Gerät. Das Ganze hat den Vorteil, dass Sie nicht jedes Mal die Einstellungen neu vornehmen müssen. Nutzen Sie eine selbst gehostete Version können Sie mit weniger Aufwand eine App installieren und von jedem Gerät ihren Onlineshop verwalten. Dafür müssen Sie sich zwar ein zusätzliches Plugin installieren, dass Ihnen dann aber deutlich die Verwaltungsaufgaben erleichtert. Sie gehen im Menü zunächst auf Erweiterungen und von da aus auf meine Erweiterungen. Für die direkte Integration nutzen Sie den Store, der direkt in Shopware integriert ist. Sie nehmen eigentlich alle Einstellungen und Erweiterungen direkt über die Administration vor und können dann nach Herzenslust weitere Funktionen für ihren Onlineshop hinzu buchen.

Was verändert sich für das Content Management System?

Die Erlebniswelten funktionieren als CMS. So haben auch alle Shop Betreiber ohne Programmierkenntnisse die Chance, moderne und intuitive Produktseiten, Service Seiten und Kategorien selbst zu gestalten. Auch Landingpages sind ohne Insiderkenntnisse möglich. Mit dem neuen Layout der Produktseiten vervielfältigen sich die Chancen für die individuelle Gestaltung. Erstellen Sie persönliche und einzigartige Listen und Landingpages. Passen Sie die Produktdetailseite Ihren Vorstellungen an. Auf diese Weise haben Sie die Chance, den Onlineshop noch mehr auf die Bedürfnisse der Kunden hin anzupassen und zu verbessern. Sie können die Elemente der Detailseite immer wieder verwenden und überall auf dem Shop einbauen, dadurch spart die aktuelle Version jede Menge Zeit.

Der Rich Text Editor

Seit dem Release gibt es mit der neuesten Version mehrere variablen für die Shop und die Content Seiten, die Erstellung wird dadurch individueller und komfortabler. Sie integrieren in den Text Editor unterschiedliche Variablen zum Beispiel als Platzhalter. Auf diese Weise können Sie generische Texte immer wieder verwenden und je nach Situation und Position im Onlineshop auch automatische ausspielen. Das bietet sich insbesondere für Produktnamen an oder die dynamische Darstellung von Produkten im Onlineshop. Das Ganze funktioniert auch für die Texte und die Textfelder, was ich für die Kategorie Beschreibungen und die Kategorien anbietet.

Der Shopware Site Builder

Eine weitere Verbesserung ist der Site Builder. Die Kategorien wurden im Bereich der CMS Einstellungen verbessert. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Kategoriebaum und der Benutzerfreundlichkeit. Die Händler können durch die neuen Strukturen auch außerhalb der Kategorien Landingpages erstellen. Darüber hinaus können Sie Einstiegspunkte für alle Verkaufskanäle über die Kategorien erstellen. Shopware hat aus dem Header die Service Navigation entfernt. Sie befinden sich jetzt auf einer weitaus besseren Position, nämlich im unteren Bereich im Footer. Dadurch ist das Impressum direkt erreichbar.

Die neue, verbesserte Shopware Administration 

Mit der neuesten Version Shopware 6.4 wird der alte Plugin Manager durch die Shopware Administration ersetzt. Das erleichtert den Händlern den Kauf der App. Die Kunden können einfach über den Menüpunkt der Erweiterungen den Store direkt ansteuern und die einzelnen Funktionen ganz einfach in Ihren Onlineshop integrieren. Vorerst wurde zwischen Apps, Plugins und Themes unterschieden, mit der neuen Version wird ein Dachbegriff mit den Erweiterungen eingeführt. Damit erfolgt nur noch eine Unterscheidung zwischen den Themes und den Apps. Unverändert bleibt die technische solide Basis.

Ab sofort gibt es mit der neueren Version einen Shopware Publisher als CMS Erweiterung. Dieser ist aber nur in der Enterprise Edition bei Shopware verfügbar. Die Enterprise Kunden können bei Shopware in dem Sinne so viele Entwürfe wie Sie wollen erstellen über die Erlebniswelten und müssen dabei nicht die Live Version verändern. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, erst einmal gründlich die Struktur der Seiten und die Inhalte zu überarbeiten, bevor Sie online gehen. Sie haben die Chance, alle Änderungen im Entwurf nach zu verfolgen und zu kontrollieren. Zusätzlich gibt es eine Vorschau, die Sie in der Storefront betrachten. Sollte Ihnen einmal ein Fehler unterlaufen, können Sie an dieser Stelle noch aktiv werden, ohne dass ein Kunde eine fehlerhafte Seite sieht. Darüber hinaus verschaffen Sie sich über diese Neuerungen schneller einen Eindruck, wie die Designs für den Shop live aussehen.

Es gibt drei verschiedene Preisstufen für die Self-hosted-Versionen bei Shopware. Über die zusätzlichen Services ist eine Anbindung des Shops an die Marktplätze wie eBay und Amazon viel einfacher möglich. Sie übermitteln alle notwendigen Informationen und Daten ohne Überschneidungen und Diskrepanzen. Am Anfang haben Sie die Möglichkeit in die kostenlose Version hinein zu schnuppern. Mit den Funktionen und Features steigt aber auch der Anspruch an den Onlineshop. Hier empfiehlt es sich in die kostenpflichtige Version zu wechseln. Mit Shopware hat jeder Betreiber eines Onlineshops die Möglichkeit, in dem benutzerfreundlichen System selbst die Einstellungen vorzunehmen, die Produkte einzupflegen und den Shop zu verwalten. Das spart Ihnen im Endeffekt einen gehörigen Aufwand und macht den Arbeitsalltag um ein vielfaches einfacher.