Startseite » Universal Analytics wird am 1. Juli 2023

Universal Analytics wird am 1. Juli 2023

  • 6 min read
Google analytics 4

Jetzt auf GA4 Google Analytics 4 umstellen

1. Juli 2023, das Todesurteil für Universal Analytics steht nun endgültig fest. Ab diesem Tag werden im Analytics-Konto keine Standard-Properties mehr verarbeitet. Damit für dich also zukünftig alles reibungslos weiterläuft und du keine Daten verlierst, solltest du frühzeitig eine Google Analytics 4 Property einrichten und dein Conversion-Tracking umstellen. 

Google Analytics 4 Property: Allgemeines

Die Beta-Version von GA4, also Web Property und Analytics App, wurden Juli 2019 gelauncht. Mit der Veröffentlichung von GA4 wurde der Grundstein für zukünftige neue Standards gelegt. Vor allem, da jetzt für das User Tracking keine Cookies mehr notwendig sind – Stichwort: Cookieless Tracking. 

Wissenswert: 

  • Bei GA4 ist das Messen der Nutzerinteraktion nicht allein auf das Ermitteln der Seitenaufrufe beschränkt, denn Google Analytics 4 bietet zusätzlich neue Möglichkeiten zur Visualisierung. 
  • Im Juli 2021 änderte sich durch die Umstellung auch die Benutzeroberfläche. Sie wurde durch zwei neue Features erweitert. 

GA (Google Analytics): die Historie

Seit dem Bestehen von Google Analytics gab es mehrmalige Veränderungen. GA4 eine der gravierendsten ist. 

blank

Google Analytics 4: Die Vorteile

  • GA4 funktioniert mit Machine Learning Algorithmen, wodurch eine bessere Datenanalyse möglich wird. 
  • Cookieless Tracking
  • Unvollständige Daten werden durch Modellierungsansätze ergänzt. 
  • Getrackte Daten von GA4 können administriert werden. Der Admin kann individuell festlegen: 
    • Welche Daten gesammelt werden sollen.
    • Welche Daten aufbewahrt, gelöscht oder teilt werden sollen. 
    • Die Userdaten sind von Anfang an anonymisiert, beginnend bei der IP-Adresse.
  • Bessere Datenstreams, denn jetzt werden neben Seitenaufrufe auch Klicks auf externe Links, Scrolls und Co. gemessen.
  • Bei GA4 gibt es neue Möglichkeiten zur Datenvisualisierung, z. B. Streudiagramme, Pivot-Tabellen, Trichter-Visualisierungen usw. 
  • Während bei UA sich auf die Sitzungen konzentriert wurde, ist bei Google Analytics der Nutzer im Fokus.
  • Besserer Nutzerkomfort, separate Filter und Datenansichten entfallen bei GA4. Das Filtern der Daten ist jetzt direkt in den Berichten möglich. 
  • GA4 bietet im Vergleich zu UA deutlich komplexere und umfangreichere Möglichkeiten zur Visualisierung (z. B. Nutzer Life-Time-Analysen, Trichter-Analysen, Kohorten-Analysen.
  • In GA4 ist es möglich, Standardziele zu definieren. Diese werden über Menü und Ereignisse aktiviert. Eigene Ziele werden als eigene Events angelegt. 

Google Analytics 4 vs. Universal Analytics

UAGoogle Analytics 4
User steht im Fokus.Sitzungen stehen im Vordergrund.
Leistungsfähige Filter, um die Datenansicht an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. 
Kaum Filtermöglichkeiten vorhanden.
Standard-Interaktion ist der Seitenaufruf.Bei GA4 gibt es sechs Ereignisse, wie z. B. Klick, Scroll usw. Diese werden abseits des Pageviews gemessen (Stichwort: Out-of-box)
Pro Datenansicht sind zwanzig Ziele möglich.Bei GA 4 können dreißig Ereignisse als Conversions markiert werden. 
Die Ereignisse werden über den Google Tag Manager definiert. Ereignisse können über den Google Tag Manager, die Nutzeroberfläche von GA4 oder Datastreams definiert werden.
Bei beiden, UA und GA4, sind pro Konto maximal 100 Properties möglich.
Fürs Tracking sind Cookies Grundvoraussetzung.
Cookieless Tracking
Grobe EchtzeitanalyseDetaillierte Echtzeit-Analyse.
Die Datenaufbewahrung von UA bewegt sich bei 26, 14, 50 und 38 Monaten.
Die Datenaufbewahrung bei GA4 bewegt sich bei 2 und 14 Monaten.
Die Integration von UA in folgende Plattformen ist möglich:  Google Ads Google Search Console Optimize Adsense BigQuery (kostenpflichtig) Ad Exchange Display & Video 360 Campaign Manager 360 Search Ads 360 Google Play
Die Integration von GA4 in folgende Plattformen ist möglich:  Google Ads Google Search Console (rudimentär) Ad Manager Display & Video 360 BigQuery (kostenlos)
StandardberichtePersonalisierbare Standardberichte

Fazit: Google Analytics 4 ist im Vergleich zu Universal Analytics wesentlich flexibler. Jedoch ist der Planungsaufwand bei GA4 deutlich höher. Darum ist eine gewisse Datenkompetenz notwendig, um von den Vorteilen von Google Analytics profitieren zu können. 

 Wie richtet man GA 4 (Google Analytics 4) ein?

Umstieg auf Google Analytics 4

Upgrade auf GA4

Entscheidest du dich dafür, für dein bestehendes GA-Konto ein Upgrade auf GA4 durchzuführen, erstellst du eine neue GA4-Property, die UA-Property bleibt dabei aber erhalten.

Wissenswert: Beide Properties sind miteinander verknüpft. Laut Google soll diese Verknüpfung die Migration der GA-Konfiguration vereinfachen und sicherstellen, dass die zukünftigen Funktionen nutzbar sind. Es ist natürlich auch von Vorteil, dass DU dich jetzt schon mit Google Analytics 4 auseinandersetzen kannst. 

Was kann der Set-up-Assistent einer GA4-Property?

  • Cross-Domain-Tracking
  • Google Ads mit GA4-Property verknüpfen
  • Conversions anlegen. 
  • Ausschießen von internen Zugriffen
  • Du kannst die GA4-Property mit BigQuery verknüpften
  • Cross-Device-Tracking einrichten usw.

Neue GA4-Property einrichten

Das manuelle Einrichten einer neuen GA4-Property ist mithilfe des Google Analytics 4 Einrichtungsassistenten gar nicht so schwer.

Wissenswert: Unabhängig ob du ein neues oder ein bestehendes GA-Konto nutzt, unter „Property-Auswahl“ oder über „Verwaltung“ ist immer ein Zugriff auf beide Properties möglich.

  1. Melde dich in deinem Google-Analytics-Konto an und rufe „Verwaltung“ auf (links unten).

Tipp: Hast du mehrere Google-Analytics-Konten, dann solltest du aufpassen, dass unter „Konto“ das richtige Konto ausgewählt wurde. 

  1. Suche in der Spalte „Property“ nach der UA-Property über die derzeit das Tracking der Userdaten auf deiner Webseite erfolgt. 
  2. Wähle unter „Property“ die erste Option („Assistent zum Einrichten einer GA4-Property“ ) aus.
  3. Klicke auf jetzt starten. 
  4. Solltest du den Tag per gtag.js auf deiner Webseite implementiert haben, kannst du auch die Option „Datenerhebung unter Verwendung der vorhandenen Tags aktivieren“ sehen. Hast du den anayltics.js-Tag oder den Google Tag Manager für die Implementierung verwendet, ist eine Übernahme vorhandener Tags nicht möglich. Du musst den „neuen“ Tag praktisch noch einmal in deine Seite implementieren. Setzt du einen Haken bei Datenerhebung unter Verwendung der vorhandenen Tags aktivieren, werden beide Properties verknüpft, es wird praktisch ein verbundenes Website-Tag erstellt. Ist der Vorgang gelungen, kannst du eine entsprechende Meldung im Einrichtungsassistenten sehen. 

Wissenswert: Es kann bis zu 30 Minuten dauern, bis die Datenmigration von UA auf GA4 abgeschlossen ist. 

  1. Sobald du „Property erstellen“ ausgewählt hast, erscheint der Einrichtungsassistent. Dieser übernimmt die Website-URL, die Zeitzone, den Property-Namen und die Währung aus der vorhandenen UA-Property. 
  2. In der GA-Property sollte „Optimierte Analysen“ aktiviert werden. 
  3. Die GA4- und die UA-Property werden miteinander verknüpft.

Google Analytics 4: Wie finde ich den GA-Tag?

Ist eine Übernahme des vorhandenen Tags nicht möglich, muss der neue GA4-Tag auf deiner Seite eingebunden werden. Öffne Verwaltung und prüfe, ob unter Property die entsprechende GA4-Property ausgewählt wurde. Klicke auf Datenstreams und Web und erneut auf Datenstreams. Wähle unter „Tagging-Anleitung“ „Neues Tag au Seitenebene hinzufügen“ und „Allgemeines Website-Tag“ aus. Als Nächstes wird dir dann der GA4-Tag angezeigt, der in deine Webseite implementiert werden muss.