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Webseite auf https umstellen

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Webseite auf https umstellen

Grundsätzlich wird jedem Webseiten Betreiber dazu geraten, die eigene Seite von HTTP auf HTTPS umzustellen. Dabei gibt es aber einiges zu beachten. Die wichtigsten Anhaltspunkte für die Umstellung sowie einer einfach nachvollziehbare Schritt für Schritt Anleitung finden Sie in dem folgenden Beitrag.

Gehen Sie achtsam vor und rüsten Sie sich rechtzeitig für die Zukunft, um nicht den Anschluss zu verlieren oder die Sicherheit der eigene Nutzer aufs Spiel zu setzen. Google wird sich bei Ihnen bedanken, denn in die letzten Updates ist vor allen Dingen der Schutz und die Sicherheit der Nutzer mit eingeflossen. Vielleicht bekommen Sie auch einen kleinen Bonus und ein paar vordere Platzierungen, wenn Sie die Umstellung vollständig vorgenommen haben.

Was bedeutet HTTPS oder SSL?

Bei HTTPS handelt es sich um ein Kommunikationsprotokoll, mit dem sie sicher Daten im Internet übertragen können. Im direkten Vergleich zu HTTP erfolgt die Datenübertragung nicht in einem Klartext zwischen dem Client und dem Web Server, sondern mit einem speziellen Verschlüsselungsprotokoll. Das wird wiederum mit dem Kürzel SSL oder TLS bezeichnet. Die Übertragung erfolgt auch abhörsicher.

TLS bedeutet Transport Layer Security und wird in fast allen Bereichen heute als SSL zusammen gefasst. Dahinter verbirgt sich Secure Sockets Layer. Es ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll mit dem sich die Daten sicher im Netz übertragen lassen. Das Ganze erfolgt auf drei verschiedenen Sicherheitsebenen.

Bei einer verschlüsselten Datenübertragung werden alle Daten zwischen einem Client und einen Webserver verschlüsselt übermittelt. Es ist also abgesichert, dass die Aktivitäten über die unterschiedlichen Seiten nicht mitverfolgt werden. Die Daten der Nutzer sind vor Diebstahl geschützt. Durch die Integrität der Daten wird eine nicht autorisierte Modifikation der Informationen verhindert. Auf diese Weise ist es nicht möglich die Informationen beziehungsweise die übermittelten Daten unbemerkt zu verändern oder zu beschädigen.

Durch die Authentifizierung der Clients sollen nur die Nutzer mit einer Seite kommunizieren. Es ist keinem anderen Nutzer möglich sich widerrechtlich dazwischen zu schalten. Das war wiederum das Vertrauen in den Webseitenbetreiber stärken und auch die Unternehmer vor wiederrechtlichen Zugriffen schützen. Dritte haben nicht mehr die Möglichkeit nach der Umstellung die Kommunikation und die Information zu manipulieren oder zu verändern. Dafür beantragt der Webseitenbetreiber ein SSL Zertifikat.

Wie funktioniert die HTTPS Kennzeichnung im Webbrowser?

Alle Webseiten die über diese sichere Verbindung abzurufen sind, sollten dementsprechend im Web Browser gekennzeichnet sein. Sie werden oben in der Adressleiste das grüne Schloss mit dem zusatzsicher sehen und auch in der Vorsilbe ab sofort nicht mehr http, sondern https. Das ist auch für die meisten Nutzer eines der wichtigsten kennzeichnen, dass es sich um eine verschlüsselte und sichere Webseite handelt.

Im Gegensatz, wenn kein gültiges SSL Zertifikat gefunden wird, gilt die Seite als unsicher. Können einzelne Inhalte wie Skripte, Grafiken und Bilder nicht mit einer sicheren Verbindung ausgeliefert werden, gibt es zumindest das orangene Schloss. Fehlt das SSL Zertifikat vollständig, gibt es von einigen Browsern sogar eine Warnmeldung. Es ist dann nicht mehr davon auszugehen, dass der Nutzer seinen Weg fortsetzt und auf der Webseite landet. Nicht zuletzt Google geht es in erster Linie um Schutz und Sicherheit. Deshalb gehört das verschlüsseln der Webseite und der HTTPS Umstellung Seit 2014 zu einem weiteren Rankingfaktor und einem positiven Signal, dass nicht zuletzt die Position in den SERPs verbessern kann.

Bei der Prüfung einer Webseite berücksichtigen also die Algorithmen genau diese Verschlüsselung und sichere Verbindung. Das verschafft Ihnen einen kleinen Bonus, wenn Google die Qualität ihrer Webseite bewertet. Seitdem Google die Verschlüsselung der Seite und die Umstellung auf https In seinen Algorithmus mit aufgenommen hat, war eine Flucht von HTTP zu HTTPS zu beobachten. Dabei handelt es sich um einen eher schwächeren Faktor, der sich maßgeblich auf das Reinking auswirkt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass eine Masse an Webseiten bereits die Umstellung vorgenommen hat. Sie sollten auch diesen Trend folgen und die Seite so schnell wie möglich umstellen, um für eine umfassende Sicherheit zu sorgen. Wie das geht, wollen wir nun übersichtlich zusammenstellen.

Anleitung – so stellen Sie auf HTTPS um

Tatsächlich nehmen viele Webseiten Betreiber die Umstellung zu leicht und begehen dabei folgenschwerer Fehler. Die eigentlichen Schritte für sie selbst stellen sich zunächst einfach da. Sie beantragen das SSL-Zertifikat bei ihrem Webhoster, passen die Verlinkungen und die Adressen an und schon haben sie die Umstellung vorgenommen. Das läuft eigentlich hinter den Kulissen ab? Mitunter kann das nämlich Auswirkungen auf ihr Reinking haben, wenn sie die Webseite umstellen. Beides ist möglich im positiven aber auch im negativen Sinne.

Sie sollten also bei der Umstellung einige wichtige Punkte beachten, damit es nicht zu unangenehmen Problemen kommen kann. Überlegen Sie sich zunächst, welches Zertifikat zu ihren Anforderungen passt. Brauchen Sie einen Tipp Kart für mehrere Domains oder für eine Einzeldomain? Benötigen Sie ein Platzhalter Zertifikat oder ein Zertifikat für Subdomains?

Sie sollten sich für ein möglichst starke Sicherheitszertifikat mit einer Verschlüsselung um 2.048 Bit Schlüssel entscheiden. Das gewährleistet eine umfassende Sicherheit. Verwenden Sie Weiterleitungen in Form von 301 HTTP Weiterleitungen. Sie sollten in diesem Zusammenhang auch sicherstellen, dass es Google weiterhin möglich ist die neuen Seiten zu Kronen und zu indexieren. Beseitigen Sie das Meta Tags und blockieren Sie das Indexieren nicht durch robots.txt Dateien. Setzen Sie relative URLs für alle Ressourcen und Skripte mit ein wie viel Dokumente, Bilder und Video sowie CSS Stylesheets. Die jeweiligen Ressourcen sollten sich immer auf der eigenen Domain befinden. Externe Skripte sollten jeweils nur über die sichere Verbindung abzurufen sein. Direkt über Google können Sie weitere aktuelle und sichere Tipps abrufen, die Ihnen bei der Implementierung helfen.

  1. Zunächst sollten Sie sich auf die Umstellung korrekt vorbereiten. Wie steht es aktuell um ihre Webseite? Gibt es technische Probleme? Sie sollten die aktuellen laufenden Prozesse folgerichtig einschätzen können. Es empfiehlt sich Google Analytics als Webanalyse Tool einzurichten, um den Besucher Strom zu verfolgen und sich darüber eine Übersicht zu verschaffen.
  1. Nutzen Sie zum Beispiel den Website Crawler, um die Seite zu durchleuchten und zu untersuchen. Auf diese Weise haben Sie die Gelegenheit jeden Link zu verfolgen und den Status der Seite zu überprüfen. Gibt es noch Links, die eigentlich auf Inhalte verweisen, Die gar nicht mehr verfügbar sind? Existieren so genannte massenhaft Weiterleitungen, sollten Sie diese unbedingt vor der Umstellung auf https korrigieren. Das ganze können Sie automatisch mit einem Tool vornehmen.
  1. Wie viele Seiten hat Google bereits von ihrer Webseite indexiert? Wie viele Ressourcen haben Sie Google zur Verfügung gestellt, die für das Crawling nutzbar sind? Gerade bei größeren Webportalen sollten Sie das nicht unterschätzen. Wie lange dauert es eigentlich, bis Google mit seinen Bots Die neuen Seiten gecrawlt und indexsiert hat? Sie können über die Site Abfrage Den jeweiligen Status der Indexierung abfragen. Darüber hinaus können Sie dafür auch die Google Search Konsole als Webmaster Tool mit nutzen.
  1. Beantragen Sie im nächsten Schritt die SSL Zertifikate bei dem Anbieter ihres Vertrauens. Meist bekommen Sie dies direkt bei ihrem Webhoster. Entscheiden Sie sich für möglichst starke und sichere Zertifikate. Die Webhoster sollten die Zertifikate für maximal zwei Jahre ausstellen. Auch ein SSL Zertifikat mit einer Laufzeit von einem Jahr ist vollkommen ausreichen. Für jede einzelne Domain sowie für die Subtour benötigen Sie jeweils ein SSL Zertifikat. Speichern Sie keine sensiblen Daten und führen Sie zum Beispiel einen kleinen Blog oder eine einfache Webseite, gibt es einige Anbieter wie zum Beispiel Let’s Encrypt bei denen sie kostenlos SSL Zertifikate beantragen können.
  2. Im letzten Schritt wenn das SSL Zertifikat erfolgreich ausgestellt wurde, kann es auf der Webseite mit eingebunden werden. Prüfen Sie nun die korrekte Abrufbarkeit. Dafür gibt es im Netz auch kostenlose Zero Tools, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Bevor sie mit der Umstellung der Zertifikate beginnen sollten Sie ein Back-up der gesamten Webseite erstellen, für den Fall dass etwas schief geht. Starten Sie zunächst mit einer Testumgebung, in diesem Zusammenhang erstellen Sie eine eins zu eins Kopie von der Webseite. Das Ganze funktioniert ganz gut über eine Subdomain. Beschäftigen Sie sich im Zuge der Umgestaltung mit den 301 Umleitungen. Das ist eine äußerst suchmaschinenfreundliche Weiterleitung, die von einer HTTP auf eine HTTPS Seite.

Die Webseite nach der Umstellung überprüfen und testen

Bei dieser Form der Weiterleitung werden 100 % des Link Juice weitergegeben und es geht ein eindeutiges Signal an die Suchmaschinen. Ab sofort sind die Ressourcen auf einer anderen URL zu finden. Probleme beim Indexieren ergeben sich zumeist nicht mit dieser Umleitung. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch alle Verlinkungen richtig anpassen. Arbeiten Sie mit relativen Pfaden, diese lassen sich oftmals automatisch umstellen. Es gibt einzelne CMS Systeme, wie zum Beispiel WordPress, die mit diesen relativen Pfaden arbeiten. Prüfen Sie die internen Links und Weiterleitungen, den HTTP Header ebenso wie Feed, Seiten Nummerierungen, Archive und Kategorien sowie strukturierte Daten, XML Sitemaps und Cookies.

Wenn es eine Möglichkeit gibt sollten Sie auch die Links externer Webseiten anpassen lassen. Doch keine Sorge, selbst wenn Sie diese Anpassung nicht beeinflussen können, stellt das zumeist kein Problem dar. Die Links wird Google aufgrund der Einrichtung der 301 Weiterleitung eigentlich ohne Probleme mit verfolgen können.

Monitoring und Überwachung der Website

Sie sollten in den ersten Wochen nach der Umstellung die Webseite unbedingt im Auge behalten. Fragen Sie immer den Status der Indexierung durch Google ab. In diesem Zusammenhang sollten die Treffer niemals sinken. Achten Sie auf Crawling Fehler und Veränderungen, was den Traffic angeht. Im Idealfall nutzen Sie ohnehin schon eines der professionellen SEO Tools und können somit auf Probleme schnellstmöglich reagieren, ohne dass sie größere Auswirkungen auf ihre Webseite haben.