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Wetterdaten für Google Ads Kampagnen nutzen

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Wetterdaten für Google Ads Kampagnen nutzen

Das Wetter beeinflusst unsere Aktivitäten, die Stimmung und das Kaufverhalten. Wenn es draußen warm ist, essen wir Eis und tragen leichte Kleidung. Wir halten uns dann mehr im Freien auf. Wenn die Temperaturen sinken, steigt unser Bedürfnis nach warmen Getränken, Gemütlichkeit, Mäntel und kuschelige Sachen. Tatsächlich lassen sich Wetterdaten unmittelbar die Google Ads Kampagnen nutzen. So kreieren Sie individuelle Ansprachen, die zum Wetter der Nutzer und zu den Bedürfnissen passen.

Wetterdaten für Google Ads nutzen – Anleitung

Wetterdaten für Google Ads Kampagnen nutzen

Wie nutze ich das Wetter in der Google Ads Anzeige zu meinem Vorteil?

Über Google Ads können Sie Ihre Nutzer individuell ansprechen. Auch wenn das Wetter noch kein Bestandteil ist, können Sie durch die Anpassungen der Anzeige zu einer individuellen Ansprache gelangen. Die Anzeige orientiert sich an der Wetterlage an dem Ort, an dem sich der Nutzer gerade befindet.

Nutzen Sie die Tagesvorhersage und die Wetterlage, um Ihre Nutzer individuell anzusprechen. Dazu gehören u.a.

  • Windgeschwindigkeit
  • Wetterbezeichnung
  • Wind
  • Temperatur
  • Wetterbezeichnung
  • Minimal- und Maximaltemperatur

Mit anderen Worten bedeutet das: Sie liefern bei warmen Temperaturen und Sonnenschein einen anderen Anzeigentext als bei Temperaturen unter 2 Grad Celsius. Das macht gerade bei generischen Suchanfragen Sinn, bei der Sie keine Rückschlüsse auf die Suchintention und die genaue Ausprägung der Suche machen können. Am Ende gewinnt die Anzeige, die am besten zur Suchintention der Nutzer passt.

Alternativ bliebe Ihnen die Chance, alle drei Monate die Anzeige gemäß der aktuellen Wetterlage zu überarbeiten. Durch die richtige Ansprache in der Zielregion sparen Sie sich die Umstellung und Angleichung der laufenden Google Ads Anzeigen.

Ideen für die Anpassung der Wetterdaten

Verkaufen Sie zum Beispiel Jacken, sollten Sie an kalten Tagen Werbeanzeigen mit warmen Jacken ausspielen und an nassen Tagen für einen Regencape. An warmen Tagen werben Sie für leichte Jacken und windfeste Breaker, wenn es draußen sehr windig ist.

Übertragen wir die Anpassung der Werbeanzeigen auf die Gastronomie, sollte das Speisen- und Getränkeangebot auf das Wetter anpassen. Werben Sie an warmen tagen für eine kühle, erfrischende Fruchtschorle und warme Getränke an regnerischen und kalten Tagen. Wenn es stürmt und schneit, haben die Gäste wahrscheinlich Lust auf etwas Deftiges und Wärmendes. In der Sommersaison können Sie mit frischem Speiseeis oder Shakes punkten, während Sie im Herbst und Winter vermutlich mehr Waffeln und warme Suppen verkaufen.

Der Aufbau der Werbeanzeigen je nach Wetterlage

Die Wetterdaten können Sie mit dem Google Ads Script und der Openweather in dem Google Spreadsheet abrufen. Die Wetterdaten können Sie vom Script-befüllten Spreadsheet in ein weiteres Spreadsheet importieren. Alle Daten, die Sie gewonnen haben, können Sie so mehrfach verwenden. In diesem Spreadsheet sind der vollständige Ad-Customizer sowie alle Textanpassungen für Ihre Kampagnen enthalten. Fügen Sie den Ad-Customizer in Ihrem Google Konto den Geschäftsdaten hinzu. Anschließend können Sie die Verbindung mit dem automatischen Abruf einrichten. Ab diesem Zeitpunkt nutzen Sie die Google Ads Anzeigen mit den neuen Anzeigenanpassungen.

So erfassen Sie die Wetterdaten für den Google Ad-Customizer

  1. Laden Sie sich das Google Ads Script für die Wetterdaten auf Ihren PC herunter.
  2. Fügen Sie das Google Ads Script im Google Ads Konto hinzu über den folgenden Pfad:
  3. Werkzeug > Skripts > +-Symbol.
  4. Passen Sie die Variablen im oberen Teil des Scripts an – geben Sie in OPEN_WEATHER_MAP_API_KEY den API-Schlüssel ein. Es reicht der kostenlose Schlüssel. Bestenfalls erstellen Sie einen OpenWeather API Schlüssel. SPREADSHEET_URL: Machen Sie von dem Spreadsheet eine Kopie und hinterlegen Sie diese Kopie im Script.
  5. In der Vorschau drücken Sie Starten. Dadurch werden Autorisierungen für Google Ads und Spreadsheets abgefragt, die Sie bestätigen müssen.
  6. Nun sollten Sie die Ausführung testen. Wenn das Script funktioniert, sind die ersten Zeilen des Sheets gefüllt.
  7. Bei einer funktionierenden Ausführung können Sie diese auf stündlich einstellen. Erneuern Sie die Wetterdaten ab 0:00 Uhr nachts und fragen Sie diese einmal am Tag ab.

Scripts für die verschiedenen Betriebsarten

Die List füllt sich mit den Wetterdaten. Im ursprünglichen Zustand sind alle Postleitzahlen von Deutschland, Österreich und der Schweiz enthalten. Wollen Sie die Target Locations nutzen greifen Sie auf das Sheet geotargets-2020-01-30 zurück. Es lässt sich zu ejdem beleibeigen Zeitpunkt akualisieren. Nutzen Sie anstelle dessen den “Postal Code”, nehmen Sie in der aktuellen Version des Scripts eine Anpassung im SEARCHMODE vor.

  • DEBUG – für die debugging relevante Informationen
  • MODE – mit CURRENT ermitteln Sie das aktuelle Wetter an dem jeweiligen Standort und mit FORECAST wird das Wetter mit seinen Höchst- und Tiefstwerten ermittelt
  • SEARCHMODE – verwenden Sie die Postleitazhl für die Suche
  • APLIMIT – damit ist die Anzahl der Abrufe vor dem Timeout gemeint
  • LOCATION_UPDATE – das sind die Stunden, nachdem die Wetterdaten veralten
  • timeOutInSeconds – die Sekunden, die das Timeout andauert

Anpassung der Wetterdaten für Google Ads

Wenn Sie die Wetterdaten aus dem ersten Spreadsheet für mehr als eine Kampagne nutzen wollen, legen Sie ein weiteres Spreadsheet an. Dadurch entsteht der Ad-Customizer.

  1. Kopieren Sie die Google Ads Tabelle.
  2. Tauschen Sie Ihre URL im Eingabefeld “Export” A1 gegen die Spreadsheet URL. 
  3. Funktioniert der Zugriff, erscheinen alle bisher gesammelten Wetterdaten. Ab Spalte L sehen Sie die Ad-Customizer.
  4. Wechseln Sie auf “Setup”. Mithilfe einiger Parameter können Sie die passenden Anzeigentexte für verschiedene Wetterkonditionen einsetzen.

Wie importiere ich die Wetterdaten in Google Ads?

Ist der Ad-Customizer fertig, besteht die Möglichkeit, diesen nach Google Ads zu importieren. Danach können Sie die Daten in den Anzeigen nutzen. 

  1. Laden Sie sich die Ad-Customizer Tabelle in Spreadsheets als csv herunter. Das Ganze gelingt über den Pfad: Datei > Herunterladen > Komma getrennte Werte
  2. Importieren Sie die Ad-Customizer Tabelle in die Geschäftsdaten bei Google über den folgenden Pfad: Tools > Geschäftsdaten > +-Symbol
  3. Wählen Sie einen kurzen Namen mit Unterstrichen oder Leerzeichen 
  4. Hinterlegen Sie die Google Tabelle mit den Ad-Customizern in Ihrem Upload-Plan. Nur dann werden die Daten aktualisiert. Beenden Sie die Eingabe unbedingt mit der Freigabe. 

Bei den Anzeigenanpassungen bildet die Target Location das entscheidende Kriterium für die Ausrichtung der Anzeige. Die Nutzer sehen eine Anzeige aufgrund ihres Standorts. Vorausgesetzt die Anzeigenanpassungsdaten sind in dieser Anzeige enthalten. Sie erstellen in der Anzeigengruppe eine Ad-Customizer Anzeige. Tippen Sie { öffnet sich im nächsten Moment ein Menü mit den gewünschten “Anzeigenanpassungen”, die Sie frei wählen können. 

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir beraten Sie gerne.